Dienstag, 4. März 2014

Osteopathische Studie zu Vulvodynie

Wir suchen für unsere Studie „Können osteopathische Behandlungen die Schmerzen und die subjektive Lebensqualität bei Frauen mit Vulvodynie beeinflussen“,
Frauen, die sich in folgendem Beschwerdebild finden:
·         wiederkehrende Mißempfindungen oder Schmerzen im Bereich der großen oder kleinen
     Schamlippen, der Klitoris, der Harnröhre oder dem Scheideneingang
·         zarte Berührungen fühlen sich wie Sandpapier oder Nadelstiche an
·         das Tragen von enger Kleidung, Fahrrad fahren, Reiten oder Sitzen bereitet Schmerzen
·         wiederkehrender Juckreiz oder ein Brennen obwohl keine Infektion vorliegt
·         kribbeln oder pulsieren, was ev. sogar bis in den After oder in den Oberschenkel
     ausstrahlt
Um an der Studie teilnehmen zu können:
-          müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein 
-          die Beschwerden sollten schon mindestens 6 Monate bestehen
-          Sie sollten zur Zeit nicht schwanger sein
-          die Diagnose muss von einer/einem GynäkologIn bescheinigt werden
-          bestimmte andere Erkankungen müssen ausgeschlossen sein
Wenn Sie in die Studie aufgenommen werden, erhalten Sie 6 kostenlose osteopathische Behandlungen im Abstand von ca. 3 Wochen.
Mögliche Behandlungsorte sind: Leipzig, Berlin und Stralsund und ggf. Hamburg.
Wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, ob Sie an der Studie teilnehmen können/wollen – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine e-mail. Die Studie läuft voraussichtlich bis 2017.
Mona Morgentau 03832/264066 lunamata@web.de
Jana Maria Reinartz 030/89752740 info@heilpraktikerin-janareinartz.de
Diese Erkrankung ist wenig bekannt. Sie erhalten Informationen dazu auf folgenden Internetseiten:

Donnerstag, 29. März 2012

Tai Chi Chuan


10er Tai Chi
Freitags   10.15 Uhr Frauengruppe


Gern wird zur Entstehung des Tai Chi folgende Legende angeführt: Der Einsiedler Zhang San Feng (1279 - 1368) lebte im Wu Tan Gebirge. Eines Tages sah er den Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich. Er war beeindruckt über die weichen, fließenden Bewegungen der Schlange im Kampf und entwickelte daraus eine neue Kampfkunst.
Das Tai Chi hat Einfluss auf Körper, Geist und Seele. Das ganzkörperliche Training mit seiner langsam, fließenden, natürliche Bewegung führt den Körper zu einer höheren Beweglichkeit und Vitalität. Die Bewegung wird mit Ruhe und Entspannung durchgeführt und mit einer hohen Konzentration und Aufmerksamkeit auf jedes einzelne Bewegungsbild.
Verschiedene Studien ergaben, dass ein zwölfwöchiges Training von Tai Chi Chuan folgende gesundheitsfördende Auswirkungen: besserer Schlaf, Abnahme des Körpergewichts, höhere Immunabwehr, Abnahme des Blutdrucks, weniger Heißhunger, weniger Schmerzen und Gelenksteifigkeit bei Arthritis.
Was macht das Tai Chi Chuan so besonders für mich: Ich folge mit meinem Körper, meinem Geist, meinem Willen einem verinnerlichten Bild, einem Bild, was noch entspannter, noch natürlicher, noch intensiver ausgeführt werden kann, diese selbst kontrollierte, bewusst gesteuerte Bewegung hat einen sehr starken meditativen Charakter – hier wird Kampfsport, Meditation und Gesundheit vereint.


Tai Chi Chuan bedeutet ungefähr „ Das Höchste einer Faustkampfform“.
Es gibt verschiedene Hauptstile des Tai Chi. Alle benannt nach dem Familiennamen des jeweiligen Meisters wie der in Deutschland verbreitete Yang Stil. Welcher sich in seiner Entwicklung zurückverfolgen lässt auf den Meister Yang Lu Chuan(1799-1872). Yang Lu Chuan unterrichtete seinen Stil am kaiserlichen Hof in Peking.
Eine heute gängige Form des Tai Chi nennt sich Pekingform in 24 Bildern, welche 1956 von der Volksrepublik China aus dem Yangstil entwickelt und als Hauptrichtung eingeführt wurde. Daraus haben sie inzwischen weitere Formen der 48, 10 und 16 Bilder entwickelt.
Diese Formen sind auf den jährlich stattfindenden Wushu – Weltmeisterschaften zu finden.


empfehlenswerte Links:
Ärzteblatt
Diabetiker-Ratgeber
Focus



Ute Barth
Studium der Kernphysik und Pädagogik,
Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten:
Klassische Homöopathie und Miasmatik, Tai Chi Chuan, Qi Gong, Psychodrama,  Körperorientierte Traumatherapie, Astrologie/Astromedizin, Heilrituale

Sonntag, 5. Februar 2012

Qi Gong Stralsund


Stralsund - Kurse:
Montags 16.45 Uhr gemischte Gruppe  - 18er Bewegung
Montags 17.45 Uhr Frauengruppe - Lungen-Qi Gong und Milz-Qi Gong nach DYYSG
Montags 18.45 Uhr gemischte Gruppe  - 8 Brokate

Montags 19.45 Uhr gemischte Gruppe - 18er Bewegung

Buschenhagen - Kurs:
Mittwochs 9.00 Uhr gemischte Gruppe  - 18er Bewegung



Nach freien Plätzen in diesen Gruppen bzw. nach Präventivkursen fragen. Die Krankenkassen zahlen anteilig die Präventivkurse für das Qi Gong. Ich bin zertifizierte Qi Gong Übungsleiterin.



Das Qi Gong ist ein Begriff der erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts unter dem Arzt Liu Guizhen für Gesundheitsübungen verwendet wurde. Das Qi (tchi) hat mehrere Bedeutungen. Es steht für die vitale Kraft des Körpers, der Atem, die Energie. „Gong“ bedeutet „Arbeit“, „Fähigkeit“ oder „Können“. Qigong Yangsheng bedeutet somit im übertragenen Sinne - Üben der Lebenskraft zur Pflege der Gesundheit.
Die älteste Hinweise auf Gesundheitsübungen in China tauchen in dem ältesten medizinischen Werk, das Huangdi Neijing auf. Über die Jahrtausende entwickelten sich viele überlieferte Körper- und Geistübungen, wie die auf den Archäologischen Fund der zwölf Nephritplättchen notierten "Jadeinschrift über das Führen des Qi" aus dem 5.-3.- Jhd. v. Chr.. Seit dem 14. Jahrhundert waren Qi-Übungen ein Bestandteil des therapeutischen Spektrums zur Behandlung von Krankheiten.
Die Entwicklung des Qigong stand in engem Zusammenhang mit den frühen philosophisch-religiösen Traditionen in China. Daher war ein radikales Verbot in der Zeit der Kulturrevolution in China nicht verwunderlich. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden spezielle Departements zur Forschung, Lehre und Behandlung mit Qigong an den Hochschulen für Traditionelle Chinesische Medizin in Shanghai, Beijing und Nanjing eingerichtet. Inzwischen sind diese Übungen auch in Amerika und Europa weit verbreitet ob mit oder ohne religiösen Hintergrund.

Sie wirken auf ganz verschiedenen Ebenen. Die Übungen dienen zum Wiedererlangen der Beweglichkeit und zur Konditionierung. Wie bei allen körperlichen Übungen in einem gewissen Ausmaß steigert es die Konzentration und Denkfähigkeit. Durch das Bewusst werden des natürlichen Atmen in Verbindung zu den einzelnen Übungen erfährt man Stärkung, Ruhe, Ausgeglichenheit. Qigong-Übungen sind leicht zu erlernen, unabhängig vom Alter oder körperlicher Verfassung. Sie sind langsam, entspannend und energetisierend.


Nach wie vor verstecken sich hinter einem Qi Gong verschiedene Bewegungsformen mit unterschiedlichsten Titeln wie der Fliegende Kranich, Meditationen vom Berg Wudang, die Acht Brokate, 18er Bewegungen, die fünf Elemente, die Spiel der fünf Tiere usw. Alle diese Formen stehen nebeneinander und sind in sich durchdacht. Die Gemeinsamkeit findet sich in folgenden Schlüsselpunkten Natürlichkeit, Entspannung, Ruhe, Vorstellungskraft und Atmung. Diese Verbindung stärkt den Organismus und die körpereigene Abwehrkraft. Die Übungen wirken regulierend auf sämtliche Organe und auf den Stoffwechsel und unterstützen die Funktionen von Verdauungs-, Herz-Kreislauf-, und Nervensystem. Somit ist Qi Gong bei allen chronischen und orthopädischen Erkrankungen und zur allgemeinen Gesundheitspflege zu empfehlen.



Ute Barth
Studium der Kernphysik und Pädagogik, 
Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten: 
Tai Chi Chuan & Qi Gong in Stralsund

Sonntag, 8. Januar 2012

Meerwasser als Homöopathisches Heilmittel


Wenn ich ans Meer denke, denke ich an Tiefe, Weite, Geburt, All-Eins-Sein, Zwischenräume. Dann ist Zeit für Stille und in sich gekehrt sein. Dabei ist es weniger ein Stillstand als das Gefühl, allen Ballast loslassen zu können und bei diesem „unterwegs sein“ meinen Frieden zu finden. Das Meer wäscht mit seiner unergründlichen Tiefe meine Seele rein von den Wunden meines Seins. Und so wie das Meer mich verzaubern kann, zieht es auch viele andere Menschen an.

Die Weltmeere mit Binnenseen und Gletschereis bedecken 75 % der Erdoberfläche, was der Erde auch den Namen „der Blaue Planet“ einbrachte. Meerwasser erscheint tiefblau bei Sonnenlicht, wenn es von Fremdstoffen, Verschmutzungen und Plankton frei ist. Grün, wie die Ostssee sich oft zeigt, wird durch gelb gefärbte Humusstoffe hervorgerufen. Das Grün der subpolaren Meere wird hingegen durch die Streuung farbloser Schwebstoffe erzeugt. Plankton kann die Farbe des Meeres in grünliche, bräunliche und rote Farbtöne verändern wie beim Roten Meer.

Meerwasser wurde schon von den Griechen und Römern zur Vitalisierung eingenommen. Sie mischten sich ein Getränk namens Vinum salsum, welches zu gleichen Anteilen aus Wein, Honig und Seewasser hergestellt wurde. Die Mischung hatte eine abführende und blutreinigende Wirkung.
Das erste Seebad für Hautkranke, Knochen- und Drüsentuberkulose entstand um1750 durch den englischen Arzt Russel in Brighton. Dort gab es täglich ½ Liter Meerwasser mit Süßwasser gemischt zu trinken. 1

Bestandteile des Meerwassers sind: Natriumchlorid, Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat, Kalziumsulfat, Kalziumcarbonat, Magnesiumbromid, Kupfer, Arsen, Eisen, Jod, Germanium, Kobalt, Xenon, Barium, Thallium, Uran und viele andere Spurenelemente, organische Produkte und deren Abbauprodukte. 2
Da fast alle Elemente im Meerwasser und in mineralischen Quellwässern enthalten sind, können Erkrankungen, die durch Mangelzustände entstanden sind, durch deren homöopathisch Aufbereitung (Aqua marinum, Sanicula aqua, Carlsbad aqua ...) geheilt werden.

1871 prüfte der amerikanische Arzt C. WESSELHÖFT Aqua marinum, Mitte der 70er Jahre wurde es nochmals von P. SANKARAN geprüft. Es wird mehrere Kilometer von der Küste entfernt und aus tieferen Bereichen entnommen, gefiltert und mit der doppelten Menge reinen Süßwassers verdünnt.

Das Meer hat eine enge Verbindung zum Mond und daher mit dem Rhythmus von Ebbe und Flut. Aqua marinum gehört zu den lunaren Mitteln. Lunare Arzneien wirken auf alles, was einem Rhythmus unterliegt, wie z.B. auf unsere Schilddrüse oder auf die Menstruation. Sie sind eng verbunden mit unserer Traumwelt und unserem Unbewussten. Sie stärken die ausscheidenden Funktionen des Körpers und wirken auf den Wasserhaushalt.
Die zentrale Eigenschaft des Wassers ist Kommunikation. Dies gilt ebenso für das homöopathische Mittel Aqua marinum. Wasser verbindet, gleicht aus, nimmt Informationen auf und trägt sie weiter. Ohne Kontaktaufnahme entwickeln Menschen mit Aqua marinum Konstitution das Gefühl zu verhungern.

Aqua marinum neigt bei Kummer dazu, sich zu verschließen. Menschen, die Aqua marinum brauchen, haben das Gefühl, beobachtet zu werden, wenn sie reden, und fürchten sich davor, ausgelacht zu werden. So werden die Ängste stärker beim Reden und in Gesellschaft.
Aqua marinum hat Träume vom Untergehen und von Überschwemmungen und eine Abneigung zu baden, vor allem in Wasser, das trüb ist. Bereits Meeresluft oder salzhaltige Luft sowie der Aufenthalt an der Küste kann eine Verschlechterung auslösen. Eine Frau hatte nach der Gabe des Mittels das Gefühl „entweder gehe ich jetzt unter oder ich lerne Schwimmen“. Es besteht Angst vor Kontrollverlust und davor, nicht getragen zu werden. In der Realität ist nicht viel Bewegung nötig, damit das Wasser unseren Körper trägt, aber gefangen in ihrer Angst, haben sie das Gefühl unterzugehen.
Es gibt eine Tendenz sich selbst aufzulösen, d.h. ein Gefühl der Entgrenzung auf der Ebene von Körper, Geist und Seele zu erleben, wodurch nicht mehr spürbar ist, was zum eigenen Selbst gehört und was nicht.
Sie schämen sich der eigenen Bedürfnisse. Dies kann verbunden sein mit Schüchternheit und/oder Ruhelosigkeit. So kann sich ein gestörtes Verhältnis zum Essen entwickeln (Bulimie, Abmagerung, Fettleibigkeit). Sexuelles Verlangen wird als verwerflich empfunden oder mit starken moralischen Vorstellungen gekoppelt. Es kann sich ein Hang zu strengen religiösen Vorstellungen ausprägen.

Symptome: 3Skrofulose Reaktionslosigkeit Vitalisierung, Blutreinigung, Mangelerscheinungen, Vergiftungen, Enteritis, Drüsen, Kropf, Lymphadentitis, Blasenentzündung, Essstörung, z.B. Bulimie 4, Abmagerung, Fettleibigkeit, Ängste – vor Einbrechern, Verletzung, Verlassen werden, vor Beziehung

Meerwasser mit seinem hohen Salzgehalt zeigt Ähnlichkeiten zu Natrium muriaticum. Beide haben die Möglichkeit einer hypersensitiven Wahrnehmung und eine hohe Kopflastigkeit. Wenn sie Leid erfahren, finden sie schwer einen Ausdruck dafür und keinen Umgang damit und bei beiden versiegen die Tränen.
Während Natrium muriaticum die Tendenz zur Erstarrung hat, hat Aqua marinum die Tendenz zur Auflösung.

„Ich habe das Gefühl, ich komme nie an. Es ist ein ständiges In-Frage-Stellen meiner Lebenssituation. Ist es richtig, etwas auszuprobieren? Sehr häufig fühle ich mich bodenlos, als würde ich mich auflösen. Ich fühle mich nichtig... Ich finde keinen Boden und schwimme. Oft glaube ich, ich könnte nur darauf warten, dass etwas Furchtbares passiert.“ 5

Aqua marinum unterstützt die Selbstverständlichkeit zu leben und die Leichtigkeit des Seins. Mit Aqua marinum fällt es leicht, sich dem Leben hinzugeben mit dem Wissen, dass ich Ich bin und bleibe. Es hilft Vertrauen zu entwickeln zu sich selbst und zum Ozean/ Wasser als Sinnbild aller Emotionen und der Richtigkeit der eigenen Geburt.



Anmerkungen / Literatur
1 ECKARD, MARTIN: Meerwasser in der Homöopathischen Schule. (2002) Abruf unter: www.heilpraktikerverband.de
2 MARCINEK / ROSENKRANZ: Das Wasser der Erde. VEB Hermann Haack (1988) S.18, 64
3 BOERICKE, WILLIAM: Homöopathische Mittel und ihre Wirkungen. Grundlagen und Praxis (2000) S. 334
4 RIEFER, MARCO: Aqua marina. In: Zeitschrift Homöopathie (Nr. 1 / 2001) S. 29
5 RIEFER (2001) S. 29



Lachesis – Fachzeitschrift des Berufsverbandes für Heilpraktikerinnen
Nr.38 // Fachforum / Homöopathie // Aqua marinum - Meerwasser als homöopathisches Heilmit




Ute Barth
Studium der Kernphysik und Pädagogik, 
Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten: 
Klassische Homöopathie und Miasmatik, Tai Chi Chuan, Qi Gong, Psychodrama,  Körperorientierte Traumatherapie, Astrologie/Astromedizin, Heilrituale

Wasser ist ein Wunder.


Wasser ist die Quelle allen Lebens. Nur die Eigenschaften des Wassers machten uns Menschen erst möglich. Die Inuit haben über 100 Wörter für Eis und Schnee, da sie darauf angewiesen waren, die feinen Nuancen unterscheiden zu lernen. Unser Wissen über Wasser dagegen ist bruchstückhaft und es gibt Wissenschaftler/innen immer noch viele Rätsel auf. Wasser weist 40 Anomalien auf. Das bedeutet unter anderem, dass es sich im Vergleich zu anderen Flüssigkeiten anders verhält, z.B.:Warum wird Wasser bei einem höheren Druck dünnflüssiger, während andere Stoffe zähflüssiger werden?Warum ist Wasser überhaupt unter den herrschenden Verhältnissen flüssig?Warum dehnt Wasser sich beim Gefrieren um 11 % aus?Warum kann Wasser so viel der Wärmeenergie der Sonne überhaupt speichern? Hat Wasser Bewusstsein? Die strittigste Frage überhaupt.

Ich wohne am Meer und sehe es wechseln zwischen Blau, Grau, Grün, Schwarz und manchmal auch voll weißem Schaum, zwischen sehr stürmisch und ruhigem Seegang und natürlich allem, was dazwischen liegt. Wasser ist ein Gestaltenwandler.
Dies zeigt sich in seinen unterschiedlichen Aggregatszuständen Eis, Wasser und Dampf, seinen Eigenschaften weich, hart, nass, feucht, erfrischend und seinen Bewegungsformen wogend, tosend, schäumend, ruhig, flutend, wellenartig.
Durch die Gezeiten wird auch die enge Verbindung des Wassers zum Mond deutlich. An einigen Orten unserer Welt bedeutet das bis zu 15 m Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut.

Als Element steht Wasser symbolisch für die Tiefe in unserer Seele, innere Prozesse, die Möglichkeit der Verwandlung und Veränderungen – was Wassergeborene besonders erfahren. Wasser zeigt diese Kraft der Veränderung im Jahresverlauf deutlich mit Überschwemmungen bei der Schneeschmelze, Veränderungen von Landschaften an Felsen, am Strand, am Ufer. Dies vermag es zu leisten sowohl mit seiner Sprengkraft in Form von Eis – auch in der Verbindung mit Wind, Wärme oder Kälte. Und einmal mehr merken wir, wie eng alles miteinander verwoben ist.

In vielen Märchen taucht das Wasser als Lebenselixier auf, so z.B. bei den Gebrüdern GRIMM schon im Titel des Märchens "Das Wasser des Lebens". In Ägypten wurde der Nil mit seiner jährlichen Nilschwemme als Symbol der Fruchtbarkeit verehrt. Wasser ist in den verschiedensten Religionen ein Symbol der Reinigung oder Segnung, so auch bei der christlichen Taufe. Das Überqueren des Baches bedeutet im Buddhismus, den Weg der Erleuchtung zu gehen. Im Taoismus wird das Wasser als die Kraft der Schwäche und die Macht der Anpassung und der Beharrlichkeit gesehen. In Indien wird das Wasser als ein Symbol der Großen Mutter verehrt.

Wasser in Schöpfungsmythen
Worin sich Wissenschaft und alte Kulturen und Mythologien einig sind, ist dass die Entstehung des Lebens aus dem Wasser erfolgte.
Sowohl der sehr alte akkadische Schöpfungsmythos aus Mesopotamien bis hin zur jüdisch-christlichen Mythologie als auch die heutigen Wissenschaftler gehen davon aus, dass die ersten Lebenszeichen im Wasser zu suchen sind.
Im Sumerisch-babylonischen Reich erschuf die Göttin des Urmeeres Tiamat alles Leben. Aus der gestaltlosen Masse des Urmeeres löste sie sich. Sie hatte vier Augen und Ohren und aus ihr entstanden alle anderen Geschöpfe. Morduk, der Sohn von Tiamat, teilte sie in zwei Teile, in die oberen und die unteren Wasser. 1
In der Genesis (1. Buch Mose für das Judentum = Altes Testament der Bibel für das Christentum) waren bei der "Erschaffung der Welt" am Anfang die Urflut, die Finsternis und der Geist (Gott). Das Wasser ist also nicht von Gott geschaffen, sondern war mit ihm zusammen da und Gott schuf dann das Leben, indem er zuerst das Licht von der Finsternis trennte und dann das Wasser teilte, um daraus den Himmel und infolge alles andere zu erschaffen. Das Wasser, die Finsternis und der Geist stehen also in der Schöpfungsgeschichte auf einer Ebene, als drei Voraussetzungen für die Erschaffung unserer Welt. 2

Wasser als Dipol
Bis zum 18. Jahrhundert dachte die Wissenschaft, Wasser sei ein eigenes Element. Es besteht jedoch aus zwei Elementen, Wasserstoff und Sauerstoff. Die beiden Elemente ziehen sich durch ihre entgegen gesetzte elektrische Ladung, Sauerstoff negativ und Wasserstoff positiv, an. Während Wasserstoff gern ein Elektron abgibt, zieht Sauerstoff gern zwei Elektronen an. Zusammen ergibt dies einen Dipol.
Bildhaft gesehen besitzt das Wassermolekül ein elektrisch geladenes negatives und ein positives Ende, infolge dieser zwischenmolekularen Kräfte können sich Wassermoleküle zu Schwärmen von zwei bis acht Molekülen zusammenschließen. 3
Wasser ordnet sich in V-Form an, in der Mitte ein Sauerstoffatom mit zwei Armen für die Wasserstoffatome. Außerdem ragen zwei diffuse Wolken am Sauerstoffatom in den Raum, die Wasserstoffbrücken. In diesen saust jeweils ein negativ geladenes Elektron herum, die so genannten freien Elektronen. Dies erzeugt elektrische Spannung, die andere polare Moleküle anzieht, z.B. andere Wassermoleküle.

Bild Wassermolekül

Die Wasserstoffbrücken verursachen beim Wasser die Anziehungskraft zu anderen Wassermolekülen. Wenn sich Wassermoleküle mit anderen Wassermolekülen verbinden und ganze Ketten oder Komplexe von Wassermolekülen entstehen, dann bildet sich Wasser in flüssiger Form. An folgender Metapher können wir uns dies vorstellen:
„Ihre Hände sind die Wasserstoffatome, Ihre Fußknöchel die freien Elektronenpaare des Sauerstoffs. Stellen Sie die Beine auseinander in einem Winkel von 109 Grad. Drehen Sie sich in der Hüfte um 90 Grad und strecken Sie die Arme aus – schon sind Sie H2O.“ 4
Wenn ihr jetzt mit euren Händen immer wieder neu nach anderen Knöcheln greift, so als ob ihr möglichst vielen der anwesenden Wassermolekülen kurz guten Tag sagen würdet, um sogleich wieder weiter zu wandern, dann seid ihr Wasser. Denn es entspricht dem Wasser, kontaktfreudig zu sein. Durch diese ständige Bewegung nehmen die Wassermoleküle weniger Raum ein als beim Eis.

Bild 2 Kette

Beim Eis in der uns bekannten Form ordnen sich die Wassermoleküle hexagonal an, d.h. die Wasserstoffatome verbinden sich mit den freien Elektronen in den Wasserstoffbrücken des Sauerstoffatoms.

Bild 3 Kringel

Jetzt sollten die einmal ergriffenen Knöchel festgehalten werden, denn ihr seid zu Eis erstarrt. Jedes Wassermolekül hat vier Nachbarinnen, das heißt, ihr seid mit euren Händen jeweils an Eine (also 2) und mit euren beiden Knöcheln ebenso jeweils an Eine (also noch 2, d.h. 2+2 = insgesamt 4) gebunden. Im Eis bleiben die Nachbarschaften bestehen. Es entsteht ein voluminöses, tetraedrisches Netz. Die Wasserstoffbrücken bilden und halten diese Ordnung, dazwischen ist viel Platz. Diese feste Kristallstruktur mit viel Luft zwischen den Molekülen erklärt, warum sich Wasser beim Gefrieren um 11 % ausdehnt.

Unter erhöhtem Druck kommen andere Nachbarn in Greifweite. Jeder andere Stoff würde, da er bereits gesättigt ist, keine neuen Verbindungen eingehen. Da Wasser jedoch sehr kontaktfreudig ist, geht es kurzfristig fünf Kontakte ein. Dies führt dazu, dass die Wassermoleküle beweglicher werden. Deswegen nimmt bei der Verdichtung des Wassers die Viskosität (Zähigkeit) ab statt zu.
Paart man einen hohen Druck mit erhöhten Minustemperaturen entsteht eine neue Eisform, amorphes(strukturloses) Eis: eine Eisform, welche zu über 90 % im Weltall vorliegt. Den Wissenschaftlern sind bis heute immerhin 15 verschiedene Eisstrukturen bekannt. 5

Bei Wasserdampf lösen sich die Wassermoleküle voneinander. Sie werden zu Einzelgängern und schwirren frei umher.

Die Anomalien des Wassers machen Leben erst möglich
Wie oben dargestellt, sind die Besonderheiten der Wasserstoffbrücken der Grund für viele Anomalien des Wassers.
Wenn Wasser sich nicht ausdehnen würde beim Gefrieren, Eis nicht leichter wäre als kaltes Wasser (Wasser hat bei 4° Celsius die höchste Dichte), dann würde unser Teich durchfrieren und alles Leben darin sterben, dann hätte sich kein Leben in flachem Wasser entwickelt.
Würde Wasser nicht so viel Wärmeenergie speichern können, wäre es mächtig kalt auf unseren Planeten und ob es Leben gäbe und wie es dann aussehen würde, ist fraglich.
Wenn wir Wasser mit anderen Flüssigkeiten vergleichen, müsste es bereits bei - 60° Celsius verdampfen und nicht erst bei den uns bekannten +100° Celsius.

Wasser verbindet sich gerne mit freien geladenen Teilchen und es lässt sich leicht von Stoffen wie Salz, Chlor, Kalk beeinflussen. Diese Verbindungen können wir über unseren Geschmacksinn erfahren. Wasser schmeckt sauer, wenn sich nur 1/1000 g Chlorwasserstoff auf einen Liter Wasser befindet. Durch die Verbindung werden Ionen freigesetzt und in diesem Fall entsteht eine positive Überschussladung. Bei einer negativen Überschussladung schmeckt Wasser basisch wie Seifenlauge. Die elektrische Spannung äußert sich also in unserem Wahrnehmungsbereich von schmecken, riechen und tasten (ätzend bei Säuren oder seifenschmierig bei Laugen). Wasser in seiner Reinform ist geschmacklos, farblos und geruchlos. Eine geringe Konzentrationsänderung bedeutet eine starke Veränderung der Eigenschaften des Wassers. 6

Die Biochemie unseres eigenen Seins
Schon jedes Schulkind weiß, dass wir aus 70 % Wasser bestehen. Bei unserem Gehirn sind es sogar 77 % und in unserem Blutplasma 90 %. Wasser ist in jeder unserer Zellen und um jede Zelle, in jedem Gewebe und in allen Körperflüssigkeiten.
Wir benötigen Wasser als Lösungs- und Schmiermittel, zur Reinigung des Organismus, zur Befeuchtung von Augen, Mund, Nase, Ohren und anderer Schleimhäute und zur Aufrechterhaltung unserer Körperwärme.„Es bestimmt als Reaktionsmedium mit seinen speziellen und einzigartigen Eigenschaften alle biochemischen und physiologischen Vorgänge. Bis heute ist jedoch seine Rolle für die Struktur und Dynamik biomolekularer Systeme weitgehend unverstanden. Besonders über die Eigenschaften und die Funktion von Wasser an Grenzflächen, wie großen Biomolekülen (z.B. Protein-, Membranoberflächen), ist noch wenig bekannt.“ 7
Durch das Wasser wird die hochspezifische, dreidimensionale Struktur von Enzymen, Kollagen und Abwehrkörpern geschaffen. Eiweiße bestehen aus verschiedenen Aminosäuren. Indem diese Aminosäuren hydrophile oder hydrophobe (wasserfreundliche oder wasserabweisende) Eigenschaften aufweisen, entsteht die Möglichkeit einer Faltstruktur.
Die hydrophilen Aminosäuren tragen elektrisch geladene Gruppen als Anhängsel, mit denen Wasserstoffbrücken gern in Kontakt gehen. So drängt Wasser die hydrophoben Aminosäuren zu ihres gleichen und faltet damit die Aminosäurekette zusammen. Nur in dieser räumlichen Struktur kann das Eiweiß seine Funktion aufnehmen. Wasser ermöglicht somit eine Formbildung und eine Grenzbildung.
Der Chemiker ROLAND WINTER ist der Frage nachgegangen, wie viel Wasser ein Enzym braucht, um eine Reaktion einzuleiten. In seinem Versuch hat er ein Protein aus Staphylokokken-Bakterien untersucht. Das Ergebnis: 60-70 % muss die Oberfläche mit Wasser bedeckt sein, um eine Reaktion einzuleiten. So fanden Wissenschaftler heraus, dass die DNS 30 % Wasser braucht, um die Form einer Helix zu bilden. 8

Hat Wasser ein Gedächtnis?
Diese Frage wird von den einen bejaht, von anderen verworfen und deswegen lässt es die Wissenschaft nicht los.
Die Wasserbilder von MASARU EMOTO sind inzwischen um die ganze Welt gegangen. Er belegt mittels seiner Bilder, dass Wasser lebt und die Fähigkeit hat, Gedanken und Gefühle aufzunehmen und Informationen zu speichern. 9
In Deutschland hat der Wissenschaftler BERND KRÖPLIN dazu geforscht. Inspiriert durch die Fotografien von getrockneten Wassertropfen der Künstlerin RUTH KÜBLER stellte er Tropfenbilder mittels Kamera und Dunkelfeldmikroskop her. Seine Forschung zeigt das Gedächtnis des Wassers und darüber hinaus seine Fähigkeit, über Distanzen zu kommunizieren. 10
Im Unterschied zu EMOTO, der seine Bilder aufnimmt, wenn ein Wassertropfen beginnt aufzutauen, handelt es sich bei KRÖPLINs Bildern um die Essenz des Wassertropfens, die nach der Trocknung übrig bleibt.

Wenn die Gedächtnisleistung des Wassers im getrockneten Zustand nachweisbar ist, können alleinig die Wasserstoffbrücken dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Also ist auch diese Anomalie des Wassers bisher für uns nicht nachvollziehbar.
Nur soviel haben wir bisher verstanden: Wasser ist ein Wunder.




Anmerkungen / Literatur
1 WALKER, BARBARA: Das Geheime Wissen der Frauen. Zweitausendeins (1993) S. 1089-1090
2 Bibel: Die Erschaffung der Welt (Gen 1,1-11,9). Verlag Katholisches Bibelwerk (1991) S. 17
3 MARCINEK / ROSENKRANZ: Das Wasser der Erde. VEB Haack (1988) S. 13, 14
4 BALL, PHILLIP zitiert von BACHMANN, KLAUS: Wasser – das magische Element. Artikel in Geo (07/2006) S. 126
5 BACHMANN (2006) S. 138
6 WAGNER, WALTRAUD: Tanzendes Wasser. Neue Erde Verlag (1993) S. 12
7 WINTER, ROLAND: Die noch unbekannten Eigenschaften des Wassers. Medieninformation der Uni Dortmund (2001) Abruf unter: www.uni-protokolle.de/nachrichten
8 BACHMANN (2006) S. 133
9 EMOTO, MASARU: Die Botschaft des Wassers. Koha (2008)
10 KRÖPLIN, BERND: Die Welt im Tropfen. Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen. Selbstverlag (2. Aufl. 2004)


Lachesis, Fachzeitschrift des Berufsverbandes Für Heilpraktikerinnen
Nr.38 Heilpflanzen der Alpen// Fachforum / Homöopathie // Wasser
Mythisches und Chemisches zum Quell allen Lebens




Ute Barth
Studium der Kernphysik und Pädagogik, 
Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten: 
Klassische Homöopathie und Miasmatik, Tai Chi Chuan, Qi Gong, Psychodrama,  Körperorientierte Traumatherapie, Astrologie/Astromedizin, Heilrituale

Zellkommunikation

Wie kommunizieren unsere Zellen miteinander?

Im menschlichen Körper sterben pro Sekunde zehn Millionen Zellen. Wenn wir davon ausgehen, dass innerhalb dieser Zeit der gesamte Zellverband darüber informiert wird, bräuchte es eine millionstel Sekunde, um den Tod jeder Zelle des Organismus einzeln zu registrieren. Die Entfernung vom Ort des Todes bis zu jeder beliebigen Zelle beträgt im Durchschnitt 1 Meter, so muss das Signal mindestens einen Meter pro Zehnmillionstel Sekunde zurücklegen. Die Frage ist: Gibt es ein Informationssystem, dass dazu in der Lage ist?
Die bisherige Annahme ist, dass Informationen mit Hilfe von chemische Botenstoffen innerhalb unseres Körpers übertragen werden. Das oben benannte wäre mittels dieser biochemischen Erklärung nicht möglich, da die Übertragungsgeschwindigkeiten bei der biochemischen Informationsübertragung erheblich kleiner sind.

Bereits in den Zwanziger Jahren des 1900 Jahrhunderts hatte der russische Biologe und Mediziner Alexander G. Gurwitsch die Idee, dass Zellkommunikation mit Hilfe von Licht funktionieren müsste. 1922 machte er ein Experiment mit jungen Zwiebeln. Diese wurden zur vermehrten Zellteilung angeregt, indem die Spitze einer zweiten Zwiebelwurzel auf sie gerichtet wurde. Dieser Test gelingt auch, wenn beide Zwiebeln durch Trenngläser aus Quarzglas (es lässt im Vergleich zu normalen Fensterglas UV- Licht durch) voneinander abgeschirmt sind, womit ausgeschlossen wird, dass ein chemischer Prozess daran beteiligt ist. Dies bewog ihn zu der Annahme, dass die Zelle UV-Licht ausstrahlt. Diese Strahlung wird stärker bei der Zellteilung, bei Narkotisierung, Vergiftung, einer raschen Abkühlung, bei starker Aktivität der Zelle oder bei ihrem Tod.

In den 70er Jahren machte das Wissenschaftsteam um Wlail.P. Kasnatschejew folgendes Experiment: Sie nahmen ein Gefäß, das in dem einen Versuch mit einer Trennwand aus Glas und in einem anderen Versuch mit einer Trennwand aus Quarzglas bestückt wurde.
In dem Gefäß befand sich eine Zellkultur, die auf der einen Seite der Trennwand mit einem Virus infiziert wurde. Besteht die Trennwand in dem Gefäß aus Quarzglas entwickelt die nicht infizierte Kultur die gleichen Symptome wie die infizierte. Besteht die Trennwand aus Glas geschieht dies nicht. Dies legt den Schluss nahe, dass Zellen im UV-Licht-Bereich miteinander kommunizieren.

Unabhängig von dem Wissen von A. Gurwitsch ging 50 Jahre später Fritz-Albert Popp denselben oben aufgeführten Gedankengängen nach. Auch er war der Annahme, dass die Zellkommunikation aufgrund der hoher Übertragungsgeschwindigkeit nur mittels Licht funktionieren kann. Auf seine Idee hin baute Ruth in den siebziger Jahren ein Emissionsphotometer, mit deren Hilfe Licht von der Stärke eines Glühwürmchens in zehn Kilometer Entfernung gemessen werden kann. Die erste Messung erfolgte anhand von Gurkenkeimen mit dem Ergebnis, dass Licht in Form von kurzen Lichtblitzen in hunderttausendstel Sekunden ausgesendet wird. Die Frage, die sich stellt ist, ob die Lichtblitze von dem eingelagerten Chlorophyll kommen oder ob es sich um Zellkommunikation handelt. Es folgte eine zweite Messung mit Kartoffelkeimen, welche im Dunklen gewachsen waren. Ergebnis : wieder Lichtblitze! Alle weiteren Messungen an lebenden Organismen zeigten, dass diese Photonen in einem für das Emissionsphotometer nachweisbaren Spektralbereich von 200 bis 800 nm abstrahlen. Dies ist der Spektralbereich für sichtbares Licht. Endlich war ein Gerät erfunden worden, was die Lichtstrahlung unserer Zellen messen kann. Die Gedanken und Experimente von A. Gurwitsch konnten so viele Jahre später endlich bewiesen werden. 1927 tröstete Einstein Gurwitsch mit der Bemerkung, dass jede große Entdeckung irgendwann dem physikalischen Beweis zugänglich wird.

Fritz-Albert Popp stellte fest, dass nur in lebenden Organismen diese Ausstrahlung von Licht stattfindet und er nannte diese Photonen deshalb Biophotonen.
Biophotonen sind Lichtquanten, die von der lebenden Zelle ausgestrahlt werden und zwar von allen lebenden Organismen. Diese Lichtemission ist extrem schwach, kontinuierlich, kohärent verfügt über eine weite Bandbreite(200-800nm). Nur eine Lichtabsonderung mit diesen Eigenschaften gewährt die Möglichkeit von Informationsübertragung. Manchmal wird diese Lichtausstrahlung auch biologisches Laserlicht genannt. Laserlicht bedeutet kohärentes Licht. Kohärentes Licht heißt, dass alle Strahlen dieselbe Richtung haben, und das ganze Licht dieselbe Spektralfarbe hat. Damit wird eine stabile Intensität erreicht, wodurch es dieser Art Licht möglich ist ordnungsbildend und informationsübertragend zu wirken.

Stärker wird die Strahlung bei jeder Störung oder Beeinträchtigung, während der Zellteilung oder ihrem Tod. Diese Empfindlichkeit lässt sich als Indikator und zur Diagnostik für alle verändernden Einflüsse nutzen.
So gab es zum Beispiel einen Versuch, in welchem Gurkenkeimlingen Staphysagria D5 gegeben wird. Mit dem Resultat, das die Biophotonenstrahlung erst stark zunimmt, um dann fast wieder zu dem Ausgangsniveau zurückzukehren. Eine geringfügige Erhöhung blieb jedoch längerfristig erhalten.
In einem anderen Experiment wurde eine Biophotonenmessung von den Händen der Heilerin Rosalyn Bruyere vorgenommen. Es wurde dabei die Biophotonenabstrahlung unter
„normalen Umständen“ und bei einem bewussten Heilvorgang verglichen. Der Versuch zeigt, was alle schon ahnen werden, beim bewussten Heilen mit ihren Händen erhöht sich die Biophotonenabstrahlung.

Der Zentrale Sender und Speicher der Biophotonenstrahlung ist nach Popp´s Annahme das Chromatin der Erbsubstanz im Zellkern. Die DNS kann durch rhythmische Kontraktionen Licht aufnehmen und abgeben, wie sich in einer Arbeit des Nobelpreisträgers für Medizin F. H. Crick zeigt: Ethidiumbromid ist ein roter Farbstoff, welcher zwischen den DNS-Basenpaaren aufgenommen wird ohne andere chemische Reaktionen auszulösen. Eine bestimmten Menge dieser Substanz bewirkt eine Entspiralisierung der DNS. Sobald die DNS völlig aufgewindet ist, bewirkt eine weitere Zuführung von Ethidiumbromid die erneute, aber entgegengesetzte Einrollung. In dem Maße wie sich die DNS und damit ihr Lichtspeicher öffnet oder schließt während sie sich auf- bzw. zurückwindet, nimmt die Photonenemission ab oder zu. Dies sind wissenschaftliche Erkenntnisse, die bereits 1980 gewonnen wurden. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die DNS als Lichtspeicher ist ihre geometrische Form und Anordnung.

Das Licht aus den Zellen dürfte der Sonne entstammen und über Nahrung, Haut und Augen aufgenommen werden. Dabei spielt natürlich neben dem Melanin die Mikrotubuli ein wichtige Rolle. Diese sind Teil unseres Zellskelettes, verbinden unsere Zellwand mit dem Zellinneren und leiten Licht.
Unsere Meridiane stehen ebenfalls als Wellenleiter für Licht in der Aufmerksamkeit der Wissenschaftler.

Die Meridiane weisen im Vergleich zu anderen Hautstellen eine erhöhte elektrische Leitfähigkeit und eine stärkere Biophotonenstrahlung auf. Der russische Forscher Viktor M. Injuschin brachte 1968 den Nachweis der Akupunkturpunkte mittels Hilfe der Biophotonenmessung. Der Koreanische Professor Kim Bong Han wies ebenfalls in den 60er Jahren nach, dass Hühnerembryonen bereits 15 Stunden nach der Befruchtung, die Meridiane vollständig ausgeprägt haben. Spielen Meridiane die zentrale Rolle bei der räumlichen Orientierung und Anordnung der Organe während der Embryonalen Entwicklung?
Kasnatschejew machte in den 80er Jahren das Experiment, einen kohärenten Lichtstrahl auf unterschiedliche Meridianpunkte am Menschen zu richten, mit dem Ergebnis dass ein Lichtpunkt an einer anderen Stelle auf eben diesem Meridian erscheint. Dabei zeigte sich eine Abhängigkeit der Weiterleitung von der Größe der Frequenz; grünes Licht war schlechter leitbar als rotes oder blaues. Was unter anderem bedeutet, dass Meridiane als Lichtleiter funktionieren. Welche sich ein noch tieferes Verständnis für das Vorhandensein von Meridianen sich verschaffen möchte, der empfehle ich, sich mit dem Begriff „Stehende Wellen“ oder Knotenlinien auseinanderzusetzen. Jede Art Regulation, jede Art Steuerung der gesamten Lebensvorgänge könnte über die Biophotonenstrahlung erfolgen, da sie zu jedem Moment an jedem Ort des Körpers mit Lichtgeschwindigkeit Signale übermitteln kann, um zum Beispiel biochemische Prozesse in Gang zu setzen oder zu hemmen.
Wo Licht ist sind Photonen, da sie eine elektrische Ladung haben, erzeugen sie natürlich auch ein elektromagnetisches Feld. Was die Frage aufwirft in wieweit andere elektromagnetische Felder die Zellkommunikation beeinflussen.
Wenn wir die Einwirkung von Elektromagnetischen Feldern , unter denen die bisherige Entwicklung der menschlichen Rasse stattgefunden hat, die durch bsp. Sonnenstrahlen, kosmische Strahlung und das Erdmagnetfeld entstehen betrachten,. so können wir feststellen, dass Störungen des Erdmagnetfeldes durch Sonnenstürme bei uns zu Blutdruckanstieg, Häufung von Herzinfarkten und einer Erhöhung der Sterblichkeit führen können.
Betrachten wir die Entwicklung der letzten 100 Jahre, kommen heute Strom, Funktechnik, Satelliten, Fernsehen, Nachrichtenverkehr, Rundfunk, Röntgenstrahlung, künstlich erzeugte radioaktive Strahlung hinzu.
Dies alles kann zu Störungen in der Zellkommunikation führen.
Doch wer lebt schon gerne ohne Fernseher, Handy, schnurlosem Telefon oder unsere Musikanlagen? Wann wirkt ein elektromagnetisches Feld stärkend oder schwächend?
Oder wird gerade deswegen über Gurwitschs und Popps Entdeckung, von dem Licht als Informationsträger geschwiegen oder sie gar geleugnet?

Und trotzdem wird dieses Wissen, von unserem ganz eigenen elektromagnetische Feld und deren Verletzungs- und Heilungsimpulse bereits eingesetzt.
Wird einer Eidechse eine Gliedmaße abgetrennt, so wächst diese wieder nach. Bei einem Frosch ist dies nicht der Fall. Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass der Verletzungsstrom bei der Eidechse nach zwei bis drei Tagen, währenddessen sich ein positiv elektrisches Potential aufbaut, sich zu einem stark negativen umkehrt. Bei einem Frosch bleibt der Verletzungsstrom positiv. 1991 legte der Chirurg Robert O. Becker (welcher sich mit der Erforschung der morphogenetischen Felder beschäftigt) daraufhin ein künstlich erzeugtes negatives Potential nach der Amputation bei einem Frosch an, woraufhin auch seine abgetrennte Extremität nachwächst. Dies machten sich englische Ärzte zu nutze, so konnten mittels Elektrostimulation abgetrennte Fingerspitzen bei Kindern mit Erfolg nachwachsen. Dies wurde weiterhin eingesetzt bei der Heilung komplizierter Knochenbrüchen, bei Osteoporose, diabetischen Geschwüren und schweren Verbrennungen. Wichtig dabei ist die Art der verwendeten Stromimpulse als auch die Frequenz der elektromagnetischen Felder.
Die Frage die sich mir stellt ist: Hängen die scheinbar „unmöglichen Heilungserfolge“, mit einer bewussten oder unbewussten Beeinflussung des menschlichen elektromagnetischen Feldes zusammen?




Ute Barth
Studium der Kernphysik und Pädagogik,
Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten:
Klassische Homöopathie und Miasmatik, Tai Chi Chuan, Qi Gong, Psychodrama,  Körperorientierte Traumatherapie, Astrologie/Astromedizin, Heilrituale